Prinz Michael I.

Als Michael am 9. August 1958 in Neuenkirchen, Kreis Steinfurt, im Sternkreiszeichen des Löwen, das Licht der Welt erblickte, standen schon die Tänzerinnen der Roten Husen an seiner Wiege.

Früher ging es nun wirklich nicht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Er saß noch auf seinen zwei Buchstaben, wollte nicht laufen und Sprechen, doch sein erstes berühmtes Wort war: ''EIS". Michael ist eben sehr wählerisch, ein echter Löwe. So fuhr er dann im Alter von 5 Jahren mit seinen Eltern zum Rosenmontagszug nach Münster. Die vielen Pferdewagen, Kapellen und Tanzgruppen hatten es ihm angetan. Seine ersten Ambitionen zum Münsterschen Karneval wurden geweckt. Die ersten Problemchen in Michaels Leben mußte er mit seiner Schwester Oberin Willimara im Kindergarten bewältigen. Sie behauptete, immer, um die Weihnachtszeit bei Abendbrot stehe der Nikolaus vor dem Backofen und backe Spekulatius. Doch Michael widersprach ihr heftig, denn schließlich verdiente er sein erstes Taschengeld durch "aktive" Mithilfe in der elterlichen Backstube und das beim Backen von Spekulatius und Stollen.

Die Schulzeit durchlief er eigentlich als braver Schüler. Schon im zarten Alter von 11 Jahren organisierte er sein erstes großes Schulfest.
Die Einteilung zum Früh- und Spätdienst war für den Meßdiener Michael kein Problem.
1970 zog es die Familie Zahlten nach Münster.

Durch seine Tätigkeit als Schulsprecher und Chef der Schülerlotsen wurde aus dem braven, ein kritischer und durchsetzungsfähiger Michael. In der Handballjugend der DJK Marathon Münster begann der sportliche Lebensabschnitt. Um sein Talent weiter zu entwickeln wechselte er zum TUS Hiltrup, wo er in der Mannschaft mit National- und Bundesligaspielern jahrelang zu den Leistungsträgern gehörte und so manches Spiel entschied. In dieser Zeit erhielt er den Spitznamen "Brötchen". Seine Lehre zum Bäckergesellen absolvierte er unter den strengen Augen seines Vaters im elterlichen Betrieb und wurde Kammersieger im Leistungswettbewerb. Als i-Tüpfelchen folgte dann sein Bäckermeister. Die Geschwister Rainer, Klaus, Ute und Marion hatten es in dieser Zeit nicht immer leicht mit ihrem Bruder, doch sie glaubten, daß das Berufsleben ihn eines Tages ausreichend in Anspruch nehmen würde.

Statt der Bundeswehr warf Michael sein organisatorisches Talent in die Küche der Johanniter Unfall Hilfe. Er kochte und organisierte und stand selbst beim Papst-Besuch in Münster seinen Mann.

Mehr als nur Organisation und Kreation ... heißt sein Lebensmotto, und das nicht nur beim Back-Team-Zahlten. 1992 gründete er das Brummbär-Team. Mit seiner Partnerin Petra Zummach wurden deutsche und internationale Sportevents, Betriebsfeten, Jubi-Wald, Feste zu Gunsten krebskranker Kinder, Zoo-Party, das große Bundesmusikfest für Blas- und Volksmusik sowie große Straßen- und Stadtfeste organisiert.
Seine karnevalistische Geburtsstätte war die NZA, wo er dann durch Rudolf Döbbeler in den Bürgerausschuß zur Förderung des Münsterschen Karnevals berufen wurde. Neben einer kreativen Öffentlichkeitsarbeit setzte er Akzente in der Jugendarbeit, u. a. Reaktivierung des Stadtjugendprinzenpaares, Gründung der tanzenden Brummbär-Bande der ZiBoMo Wolbeck.

1993 wurde er durch die Fürsprache von Ernst Albers und Dieter Jochheim in den Freundeskreis der Prinzengarde aufgenommen und ihm war bewußt, eines Tages wird er Narrenoberhaupt der Stadt Münster sein.